
Tungsten Gewichte
Blei hat in der Anglerwelt ausgedient. In immer mehr Ländern wird der Einsatz des Schwermetalls beim Angeln eingeschränkt oder ganz verboten, und auch hierzulande setzt sich der Trend zu bleifreien Alternativen durch. Wolfram, besser bekannt als Tungsten, ist dabei die ideale Lösung für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen.
<p><em>Wolfram</em> - unter diesem Namen kennt man das Metall in der Fachsprache, während es bei Anglern meist unter der englischen Bezeichnung <em>„Tungsten“</em> geführt wird.</p><h2>Kompakt und mit maximaler Wirkung</h2><p><strong>Tungsten</strong> hat sich als Material für Angelgewichte durchgesetzt, weil es gegenüber Blei mehrere handfeste Vorteile bietet. Die Dichte ist deutlich höher als bei Blei, wodurch ein Tungsten-Gewicht bei identischem Volumen schwerer ausfällt. Dadurch sinkt der Köder schneller zum Gewässergrund, und Sie können teilweise eine Grössenstufe kleiner fischen. Da Tungsten bei gleichem Gewicht einen geringeren Luftwiderstand aufweist, fliegt es theoretisch auch weiter als Blei - in der Praxis fällt dieser Unterschied bei der Wurfweite jedoch kaum messbar aus. Ausserdem ist das Material <strong>deutlich härter als Blei</strong>, was zusammen mit der hohen Dichte für eine bessere Rückmeldung vom Gewässergrund sorgt. So entgeht Ihnen keine Bodenbeschaffenheit mehr. Im Wasser verhält sich Tungsten praktisch inert und geht keine chemischen Reaktionen ein.</p><p>Im Gegensatz zum Kontakt mit angelaufenen Jigköpfen und Bleigewichten müssen Sie sich bei Tungsten keine Gedanken um Ihre Gesundheit machen. Das Material läuft nicht an und wird nicht schmierig, sodass Ihre Tackleboxen dauerhaft sauber bleiben.</p><h2>Nachteile von Tungsten-Gewichten</h2><p>Ein Nachteil soll aber nicht verschwiegen werden: Tungsten lässt sich schwerer verarbeiten als Blei, was sich im Endprodukt in einem deutlich höheren Preis niederschlägt. Wer sehr viele Köder verliert, sollte den Einsatz von Tungsten deshalb finanziell abwägen. Zum einen ist die Verwendung von Tungsten-Gewichten aber ein guter Anreiz, die eigene Technik und Köderkontrolle zu verbessern, zum anderen gibt es im Zweifel auch günstigere bleifreie Alternativen wie Messing- oder Stahlgewichte.</p><p>Wer beim Angeln aus Aufregung häufiger an Jigköpfen kaut, sollte in Zukunft ohnehin auf Tungsten-Gewichte setzen.</p><h3>Anwendungshinweis</h3><p>Setzen Sie Tungsten-Gewichte vor allem dort ein, wo Sie feinste Bodenkontakte spüren möchten, etwa beim Fischen auf Egli, Zander und Hecht mit Gummiködern. Da die Gewichte kompakter ausfallen als vergleichbare Bleigewichte, eignen sie sich besonders gut für Finesse-Techniken und für den Einsatz an dünnen Vorfächern.</p>


















































